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Spielbericht 12. Spieltag der Saison 2011/2012

TSG 1899 Hoffenheim
- 1. FC Kaiserslautern 1:1 (1:0)
Spielbericht von
AstraNick[FI]

Starker FCK imponiert beim 1:1 Remis in Hoffenheim
-
Traumtor von Dorge Kouemaha

Der 1. FC Kaiserslautern bleibt auch im fünften Spiel in Folge ungeschlagen und erspielte sich ein überzeugendes Unentschieden bei der TSG aus Hoffenheim. Dabei hatten die Hoffenheimer noch Glück, dass es bei der Punkteteilung blieb, denn die klar bessere Mannschaft am 12. Spieltag war der Gast aus Kaiserslautern.

Die bisherige Bilanz des FCK gegen die TSG sah nicht gerade vielversprechend aus. So deuteten viele Anhänger der „RotenTeufel“ bereits im Vorfeld an, dass diese mit einem Pünktchen zufrieden wären. Bereits beim Spiel in Hamburg am letzten Spieltag konnte ein verdienter Punkt entführt werden - wieso nicht auch in Hoffenheim? In bisher vier Begegnungen reichte es maximal zu einem Unentschieden, einen Dreier konnte der FCK noch nie einfahren. Dennoch traten die in weiß gekleideten und von mehr als 4.000 mitgereisten Fans unterstützten Lautrer, mit breiter Brust auf.

Personell feierte die Startelf eine Premiere: Das erste Mal in dieser Saison schickte FCK-Coach Marco Kurz die gleiche Formation auf das Feld. Im bisherigen Saisonverlauf wurde von Spiel zu Spiel auf mindestens einer Position etwas verändert - hat sich der Kader gefunden und ist die zeit der Experimente vorbei? Die Qualität des Spiels und vor allem die Ergebnisse sprechen dafür. Bei der TSG hingegen gab es einige Veränderungen. Rudy, Johnson und Salihovic spielten von Beginn an - Williams, Firmino und Sigurdsson mussten auf der Bank Platz nehmen. Kapitän Beck fiel kurzfristig wegen einer Muskelverhärtung aus, für ihn durfte Ibertsberger ran.

Die Hoffenheimer wirkten von der ersten Minute an beeindruckt, wie präsent der Gegner aus der Pfalz agierte. Bissig, aber fair geführte Zweikämpfe, technisch ansprechender Fußball und immer im Vorwärtsgang - das war der FCK über weite Strecken in der Rhein-Neckar-Arena. Olcay Sahan (12. Minute) sowie der enorm zweikampfstarke Dorge Kouemaha (14. Minute) scheiterten jedoch mit ihren Versuchen aus dem hohen Aufwand Kapital zu schlagen. Schade, denn sowohl der harmlose Schuss von Sahan sowie der Kopfball von Kouemaha erfolgten aus aussichtsreichen Positionen. Erst in der 25. Minute kam die TSG das erste Mal gefährlich vors Tor des abermals klasse haltenden Kevin Trapp. Eine Standardsituation aus 25m in Form eines Freistoßes, getreten von Salihovic, endete am Lattenkreuz. In dieser Sitiuation hatte der FCK Glück, denn Trapp wäre chancenlos gewesen. Der FCK zeigte sich unbeeindruckt, aber die Distanzschüss von Fortounis sowie Tiffert (28. und 29. Spielminute) verfehlten ihr Ziel.

Plötzlich wackelte in der 32. Minute die Abwehr der Lautrer. Eiskalt nutzten die Hoffenheimer diese Unaufmerksamkeit aus. Nutznießer war der Ex-Bayern-Spieler Edson Braafheid, der im Strafraum Ibisevic bediente und letzterer traf „per Beinschuss“ zum unverdienten 1:0 für die Gastgeber aus dem Graichgau. Wie aus dem Nichts fiel das Tor - bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Lautrer das Spiel völlig im Griff. Ärgerlich. Aber der FCK zeigte sich wenig beeindruckt und versuchte an das gute Spiel anzuknüpfen. Dies gelang den Pfälzern auch, wobei der letzte Pass nach vorne fehlte und Torchancen zur Mangelware wurden. Allerdings öffneten sich Räume für die Platzherren und somit kamen Babel und Compper zu Chancen, die entweder knapp am Tor vorbei gingen oder von Trapp entschärft werden konnten. Dennoch lauerte Hoffenheim im eigenen Stadion eher auf Konter, der FCK versuchte ein Mittel zu finden, die Defensive der TSG zu knacken. Ein probates Mittel wurde nicht gefunden und so ging es mit dem knappen Rückstand in die Pause.

Die ersten Minuten nach dem Wechsel gehörten wieder dem FCK, aber weder De Wit per Freistoß in der 47. Minute, noch Kouemaha (52. Minute) oder Fortounis (54. Minute) gelang der hochverdiente Ausgleichstreffer. Doch der FCK setzte wie in den letzten Spielen immer wieder nach. Von Hoffenheims Spielkunst nichts zu sehen - die Offensive fand nicht statt. Und eine Parallele zu Halbzeit 1 führte dann fast zum zweiten Tor der in blau spielenden Hoffenheimer, als Ibisevic in der 62. Spielminute einen Stellungsfehler von Amedick nicht nutzen konnte. Der Bosnier legte sich den Ball im Eins-gegen-Eins gegen Trapp zu weit vor und vergab die große Chance zum 2:0. Durchatmen hieß es beim FCK!

Nach dieser Aktion verflachte das Spiel. Permanente Zweikämpfe und Fouls sorgten für einen Bruch im Spiel des FCK. Immer wieder wurde die Begegnung wegen kleinerer Fouls unterbrochen - der Spielfluss war völlig dahin. Insgesamt fünf Gelbe Karten für Hoffenheim und eine für Alexander Bugera spiegeln diese Phase wieder. Was jetzt noch half: Wechsel!

Coach Marco Kurz brachte in der 66. Spielminute für Pierre De Wit und Olcay Sahan die Offensivkräfte Itay Shechter sowie Richard Sukuta-Pasu. Das Spiel des FCK wurde anschließend wieder druckvoller - es war nur eine Frage der Zeit, bis sich der FCK für den Einsatz belohnte. Es lief die 73. Spielminute. Nach einer Flanke von Kapitän Tiffert von der rechten Außenbahn stoppte Sukuta-Pasu den Ball mit der Brust. Den Abpraller nahm Dorge Kouemaha volley aus 20m - Tom Starke war chancenlos. Ein Traumtor des Kameruners, der ab sofort auch wieder zum Kader der Kameruner Nationalelf gehört. Letzte Woche Pierre De Wit mit einem Traumtor (welches zum Tor des Monats vorgeschlagen wurde) und heute Dorge Kouemaha. Super FCK!

Der Treffer brachte Schwung ins Spiel, denn keine der Mannschaften schien sich mit der Punkteteilung zufrieden zu geben. Die Defensivabteilungen beider Teams hielten Stand, so dass es am Ende zu einem eher glücklichen Punktgewinn für die Hoffenheimer reichte. Für den FCK war auch in diesem Spiel mehr drin gewesen, aber erfreuen wir uns an einem spielerisch überzeugenden Auftritt des Pfälzer Traditionsvereins, der Lust auf mehr macht. Hoffenheim dürfte schwer enttäuscht sein, denn der erhoffte Anschluss ans obere Tabellendrittel konnte nicht hergestellt werden.

Nun ist Länderspielpause - danach spielt der FCK Freitags unter Flutlicht gegen Bayer 04 Leverkusen. Ein Wiedersehen mit Michael Ballack und Sidney Sam, beide in eher negativer Erinnerung aus dem letzten Spiel. Sam war der Siegtorschütze, Ballack fiel als „Foulspieler“ auf, der nur meckerte und Adam Nemec vom Platz trat. Flutlichtspiele auf dem Betze waren immer etwas Besonderes, geht da was gegen den Pillenverein vom Rhein?

So spielten sie:

Hoffenheim: Starke – Iberstberger (71. Minute Firmino), Vorsah, Compper, Braafheid – Rudy, Salihovic – Obasi (60. Minute Williams) , Johnson, Babel – Ibisevic

Kaiserslautern: Trapp – Bugera (81. Minute Jessen), Abel, Amedick, Dick – Kirch, De Wit (66. Minute Shechter) – Sahan  (66. Minute Sukuta-Pasu), Tiffert, Fortounis - Kouemaha

Gelbe Karten: Salihovic, Ibisevic, Ibertsberger, Firmino, Williams – Bugera

Tore:
1:0 Ibisevic (33. Minute)  
1:1 Kouemaha (73. Minute)

Zuschauer: 30.150

Schiedsrichter: Günter Perl

Autor: AstraNick[FI]

Datum:
06.11.2011


 
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